Synonyme: Allgemeines Präferenzsystem

Abkürzungen: APS

Das Allgemeine Präferenzsystem (APS), international als Generalised Scheme of Preferences (GSP) bezeichnet, ist ein wichtiges Instrument der EU-Handelspolitik. Es ermöglicht Entwicklungsländern einen erleichterten Zugang zum europäischen Markt, indem für bestimmte Waren Zollvergünstigungen oder vollständige Zollbefreiungen gewährt werden. Für Unternehmen im Außenhandel ist das APS vor allem deshalb relevant, weil es erhebliche Einsparpotenziale bei Importen eröffnen kann.

Das APS ist ein autonomes Präferenzsystem. Das bedeutet, dass die Europäische Union die Zollvergünstigungen einseitig gewährt, ohne dass das begünstigte Land im Gegenzug eigene Zollvorteile einräumen muss. Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung der begünstigten Länder zu fördern und ihre Einbindung in den Welthandel zu stärken.

Das derzeitige EU-System beruht auf der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 und gilt nach Verlängerung weiterhin bis Ende 2027. Für importierende Unternehmen in der EU entsteht daraus ein praktischer Nutzen: Je nach Ware und Ursprungsland können sich reduzierte Einfuhrabgaben, günstigere Einkaufskonditionen und attraktivere Beschaffungsstrategien ergeben. Gerade im internationalen Einkauf und in der Zollabwicklung ist das APS deshalb ein Thema mit hoher wirtschaftlicher Relevanz.

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